Wenn Sie sich für eine neue Website entschieden haben, stellt sich sofort die nächste Frage: Wie läuft das Projekt jetzt konkret ab? Der Ablauf beim Website erstellen lassen folgt bei seriösen Agenturen einem ähnlichen Muster – vom Erstgespräch über Konzept und Entwicklung bis zum Launch. Wer die einzelnen Phasen kennt, kann besser planen, realistischere Fristen setzen und vermeidet Überraschungen mitten im Projekt.
Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was nach der Beauftragung passiert: welche Phasen ein typisches Website-Projekt durchläuft, wie der Zeitplan in der Praxis entsteht und was Sie selbst beisteuern müssen, damit der Prozess nicht ins Stocken gerät.
Warum ein unklarer Ablauf Projekte verzögert und Budget kostet
Viele Website-Projekte geraten nicht wegen schlechten Designs ins Stocken, sondern weil niemand den Ablauf im Voraus kennt. Wenn unklar ist, wer wann Texte liefert, wer Bilder freigibt oder wer technische Entscheidungen trifft, entstehen Wartezeiten – und Wartezeiten kosten Geld, weil Projektteams auf beiden Seiten gebunden bleiben, ohne dass sichtbar etwas vorankommt.
Ein klar definierter Ablauf schafft Verbindlichkeit: Beide Seiten wissen, was als Nächstes ansteht, wer liefert und wie lange eine Freigabe maximal dauern darf. Das reduziert nicht nur Reibung, sondern auch das Risiko, dass das Budget durch Zusatzschleifen überschritten wird.
Phase 1: Erstgespräch, Scope-Klärung und Angebot
Am Anfang steht ein Gespräch, in dem die Agentur Ihre Ausgangslage versteht: Welche Ziele soll die neue Website erreichen, welche Inhalte bestehen bereits, welche Systeme sind im Einsatz und welcher Zeitrahmen ist realistisch. Seriöse Anbieter fragen hier gezielt nach, statt sofort ein Pauschalangebot zu unterbreiten – denn eine Website erstellen lassen heisst für ein KMU mit Webshop etwas anderes als für ein Beratungsunternehmen mit wenigen Seiten.
Aus diesem Gespräch entsteht der Scope: eine Liste der Seiten, Funktionen und Integrationen, die die Website tatsächlich braucht. Wer vorab eine Grössenordnung möchte, kann mit dem Website-Kostenrechner erste Eckwerte für Budget und Umfang einschätzen, bevor das konkrete Angebot erstellt wird. Am Ende dieser Phase steht ein schriftliches Angebot, das Leistungen, Zeitplan und Zahlungsmodalitäten festhält.
Phase 2: Konzept, Design und Freigabeschlaufen
Nach der Beauftragung folgt die konzeptionelle Arbeit: Seitenstruktur, Navigation und die wichtigsten Nutzerpfade werden festgelegt, bevor das Design entsteht. Diese Reihenfolge ist wichtig – ein Design ohne durchdachte Struktur führt später zu Umbauten, die mehr Zeit kosten als die ursprüngliche Konzeptphase.
Beim Design selbst folgt in der Regel eine Freigabeschlaufe: Die Agentur präsentiert einen Entwurf, Sie geben Rückmeldung, Anpassungen werden eingearbeitet, eine weitere Freigabe folgt. Je konkreter Ihr Feedback – mit Begründung statt reiner Geschmacksäusserung – desto weniger Schleifen braucht diese Phase. Eine Faustregel: Wer mit mehreren Personen im Haus entscheidet, sollte deren Rückmeldungen vor dem Agenturtermin bündeln, statt sie nacheinander einzuspeisen.
Phase 3: Entwicklung, Content-Integration und technischer Aufbau
Mit dem freigegebenen Design beginnt die technische Umsetzung. Entwickler bauen die Website so auf, dass Suchmaschinen Inhalte zuverlässig crawlen und indexieren können – ein Grundprinzip, das der SEO Starter Guide von Google beschreibt und das schon in der technischen Architektur mitgedacht werden sollte, nicht erst nachträglich.
Parallel dazu wird die Website mit Inhalten befüllt: Texte, Bilder, Formulare und – falls vorhanden – bestehende Daten aus einem CRM oder Shopsystem. In dieser Phase zeigt sich auch, wie gut die technische Basis einer Agentur ist: Wer als Webagentur sowohl Design als auch Entwicklung aus einer Hand liefert, kann Reibungsverluste zwischen Konzept und Code reduzieren. Performance-Aspekte wie Ladezeit und Interaktivität werden bereits hier berücksichtigt, orientiert an den Core Web Vitals, die Google zur Bewertung der Nutzererfahrung heranzieht.
Phase 4: Testing, Launch und Übergabe
Vor dem Launch wird die Website geprüft: Funktioniert jedes Formular, laden alle Seiten korrekt, sind Links intakt? Dazu gehört auch ein Blick auf Barrierefreiheit – technische Grundlagen dafür beschreibt web.dev –, damit auch Menschen mit Einschränkungen die Website nutzen können. Wer Daten über Formulare oder Cookies sammelt, muss zudem prüfen, ob die Datenschutzerklärung dem Schweizer Datenschutzgesetz entspricht; Orientierung dazu bietet auch der EDÖB.
Nach erfolgreichem Test geht die Website live – meist ausserhalb der Hauptgeschäftszeiten, um das Risiko für den laufenden Betrieb zu minimieren. Zur Übergabe gehören Zugangsdaten, eine kurze Einweisung ins Content-Management-System und die Klarheit, wer bei technischen Fragen nach dem Launch Ansprechperson bleibt.
Typische Zeitachsen für Schweizer KMU-Projekte
Wie lange ein Website-Projekt dauert, hängt stark vom Umfang ab: Eine schlanke Unternehmenswebsite mit wenigen Seiten ist deutlich schneller umsetzbar als eine Plattform mit individuellen Funktionen, Schnittstellen oder mehrsprachigen Inhalten. Auch die Reaktionszeit auf Ihrer Seite beeinflusst die Dauer massgeblich: Je schneller Freigaben und Inhalte geliefert werden, desto zügiger kommt das Projekt voran.
Realistisch gedacht lohnt es sich, pro Phase bewusst Pufferzeit einzuplanen – insbesondere für Content-Lieferung und Freigabeschlaufen, da hier in der Praxis häufiger Zeit verloren geht als in der eigentlichen Entwicklung. Wer früh mit der Agentur über die eigene Verfügbarkeit spricht, kann den Zeitplan von Anfang an realistisch statt optimistisch ansetzen.
Was Sie als Auftraggeber beisteuern müssen, damit der Ablauf nicht stockt
Der grösste Einfluss auf die Projektdauer liegt oft nicht bei der Agentur, sondern bei Ihnen als Auftraggeber. Drei Dinge beschleunigen den Ablauf spürbar.
Erstens: Inhalte frühzeitig bereitstellen. Texte, Bilder und Produktdaten sollten nicht erst dann entstehen, wenn das Design bereits steht – sonst wartet die Entwicklung auf Content, der eigentlich parallel hätte vorbereitet werden können.
Zweitens: Entscheidungswege klären. Wenn eine Freigabe durch mehrere Abteilungen oder die Geschäftsleitung muss, sollte das vor Projektstart feststehen, nicht erst bei der ersten Design-Präsentation.
Drittens: Eine feste Ansprechperson benennen. Ein Projekt mit wechselnden oder unklaren Zuständigkeiten auf Kundenseite führt fast zwangsläufig zu Missverständnissen und doppelter Arbeit.
Wenn Sie wissen, welche Phasen vor Ihnen liegen, lässt sich auch das Budget realistischer einschätzen. Nutzen Sie den Website-Kostenrechner, um eine erste Grössenordnung für Ihr Projekt zu erhalten, oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch, um Ihren konkreten Ablauf und Zeitplan zu besprechen.