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Strapi vs Directus: Welches CMS passt wirklich zu Ihrem Projekt?

Veröffentlicht

Autor:in

Melanie Oberholzer

Inhaltsverzeichnis

Strapi vs Directus: Welches CMS passt wirklich zu Ihrem Projekt?

Viele Unternehmen merken früher oder später, dass klassische CMS wie WordPress an Grenzen stossen. Spätestens wenn Inhalte strukturierter werden, mehrere Seiten zusammenhängen oder die Website wachsen soll, wird es schnell unübersichtlich.

Genau hier kommen moderne Headless CMS ins Spiel. Zwei der bekanntesten Lösungen sind Strapi und Directus. Beide sind leistungsstark und flexibel – aber sie funktionieren unterschiedlich. Und genau deshalb ist die Wahl nicht trivial.

Die Kurzfassung

Strapi und Directus sind beide moderne Headless CMS und grundsätzlich Open Source. Das bedeutet: Sie bieten eine flexible Grundlage für moderne Websites und lassen sich individuell erweitern.

Der Unterschied liegt vor allem in der Herangehensweise. Strapi ist stärker strukturiert und eignet sich gut für klar definierte Inhalte. Directus ist flexibler und arbeitet näher an der Datenbank. In der Praxis bedeutet das: Strapi ist oft die bessere Wahl für klassische Websites mit klarer Struktur. Directus ist stärker bei individuellen Anforderungen und komplexeren Datenmodellen.

Was ist ein Headless CMS?

Ein Headless CMS trennt Inhalte von der Darstellung. Das bedeutet: Inhalte werden im Hintergrund verwaltet und können flexibel auf einer Website oder in anderen Anwendungen dargestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen Systemen wie WordPress, bei denen alles in einem System passiert, ist das Setup modular aufgebaut. Das macht Websites flexibler, schneller und einfacher erweiterbar. Genau deshalb kombinieren wir solche CMS häufig mit einem modernen Frontend wie Webstudio.

Der zentrale Unterschied zwischen Strapi und Directus

Strapi und Directus sind beide moderne Headless CMS – und beide sind grundsätzlich Open Source. Das bedeutet: Sie können flexibel eingesetzt und individuell erweitert werden. Der wichtigste Unterschied liegt jedoch nicht in einzelnen Features, sondern in der Denkweise. Strapi arbeitet eher wie ein klassisches CMS mit klar definierten Strukturen. Inhalte werden bewusst modelliert und innerhalb dieser Struktur gepflegt.

Directus hingegen arbeitet direkt auf der Datenbank. Das System ist offener und gibt deutlich mehr Freiheit in der Struktur. Vereinfacht gesagt: Strapi ist strukturierter. Directus ist flexibler.

Wann Strapi sinnvoll ist

Strapi eignet sich besonders gut für Projekte, bei denen Inhalte klar definiert sind. Also klassische Websites mit Seiten, Blog, Team, Leistungen oder Case Studies. Der Vorteil liegt darin, dass das System eine klare Struktur vorgibt. Das hilft vor allem dann, wenn Inhalte sauber organisiert sein sollen und nicht ständig komplett verändert werden. Für viele KMU ist das ein grosser Vorteil, weil es Stabilität bringt und weniger Komplexität im Alltag entsteht.

Praxisbeispiel: Callexpert

Beim Projekt Callexpert haben wir die Website gezielt auf Bewerbungen optimiert und eine klare Struktur für Inhalte aufgebaut.

Das Resultat: Die Website generiert heute kontinuierlich qualifizierte Bewerbungen – so viele, dass Google Ads komplett pausiert werden konnten. Genau solche Projekte profitieren stark von einem strukturierten CMS wie Strapi.

Wann Directus sinnvoll ist

Directus wird dann spannend, wenn Projekte individueller werden. Also wenn Inhalte nicht mehr in ein klassisches Raster passen oder wenn Daten flexibel modelliert werden müssen. Da Directus direkt auf der Datenbank arbeitet, ist man weniger eingeschränkt. Das ermöglicht komplexere Setups und mehr Freiheit in der Struktur. Directus ist ebenfalls Open Source, allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Bestimmte Nutzungsformen und Enterprise-Features sind kommerziell lizenziert.

In der Praxis bedeutet das: Für kleinere bis mittlere Unternehmen ist Directus oft problemlos einsetzbar. Bei grösseren Organisationen oder komplexeren Setups sollte die Lizenzierung jedoch im Detail geprüft werden.

Praxisbeispiel: Loyalty Services

Beim Projekt Loyalty Services haben wir ein flexibles Setup benötigt, bei dem Inhalte und Strukturen individuell aufgebaut werden konnten. Genau hier spielt Directus seine Stärke aus: maximale Flexibilität bei gleichzeitig sauberer Datenstruktur.

Wie wir die Entscheidung in der Praxis treffen

In unseren Projekten entscheiden wir nicht nach Tool-Trend, sondern nach Anforderungen. Wenn ein Projekt klar strukturiert ist und eine klassische Website-Logik hat, ist Strapi oft eine sehr gute Wahl. Wenn mehr Flexibilität benötigt wird oder Inhalte stärker individualisiert sind, kann Directus die bessere Lösung sein.

Wichtig ist dabei: Das CMS wird nie isoliert betrachtet. Es ist immer Teil eines Gesamt-Setups – häufig zusammen mit einem Frontend wie Webstudio.

Und wo steht Payload?

Neben Strapi und Directus setzen wir aktuell häufig auf Payload CMS. Payload ist für uns oft die bevorzugte Lösung, weil es eine sehr gute Balance zwischen Struktur und Flexibilität bietet. Es fühlt sich moderner an und passt sehr gut zu vielen Website-Projekten. Strapi und Directus bleiben aber wichtige Alternativen – je nach Projekt können sie die bessere Wahl sein.

Fazit

Strapi und Directus sind beide starke CMS – aber für unterschiedliche Situationen. Strapi ist strukturierter und eignet sich gut für klassische Websites. Directus ist flexibler und stärker bei individuellen Anforderungen. Beide Systeme sind Open Source und bieten eine sehr gute Grundlage für moderne Websites – die Entscheidung hängt weniger vom Tool ab, sondern davon, wie gut es zum Projekt passt. Die richtige Wahl hängt letztlich davon ab, was Ihre Website leisten soll – heute und in Zukunft.